Unerwartete Liebe auf meinem Weg: Wie eine Schülerin mein Leben verändert hat

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Unerwartete Liebe auf meinem Weg: Wie eine Schülerin mein Leben verändert hat

Ich bin 62 Jahre alt und unterrichte seit fast vier Jahrzehnten Literatur an einer Oberschule. Mein Leben hat seinen gewohnten Rhythmus: Dienst im Flur, Shakespeare, nicht zu heißer Tee und jede Menge Aufsätze.

Jedes Jahr im Dezember gebe ich meinen Schülern ein Projekt auf: „Interview mit einem älteren Menschen über den unvergesslichsten Feiertag“. Normalerweise sind sie davon nicht begeistert.

Eine Aufgabe, die sie hassen.

Aber dieses Jahr kam die stille Emily nach dem Klingeln nach dem Unterricht zu mir.

„Miss Anna, darf ich Sie interviewen?“, fragte sie und hielt das Blatt mit der Aufgabe in der Hand.

Ich lachte: „Oh, meine Liebe, meine Erinnerungen sind langweilig. Frag deine Großmutter oder deinen Nachbarn oder irgendjemanden, der interessante Situationen erlebt hat!“

Sie ließ sich nicht beirren und wiederholte mutig: „Ich möchte Sie interviewen.“ Ihre Augen waren voller Entschlossenheit.

Schließlich willigte ich ein: „Na gut, morgen nach dem Unterricht, aber wenn du mich nach dem Obstkuchen fragst, werde ich ihn kritisieren.“ Sie lächelt: „Abgemacht.“

Nostalgie und Erinnerungen
Am nächsten Tag saß sie mir in einem leeren Klassenzimmer gegenüber, schwankte auf ihrem Stuhl und hielt ein Notizbuch in der Hand.

Sie stellte eine einfache Frage: „Wie haben Sie Ihre Kindheit verbracht?“

Ich erzählte ihr von dem schlechten Obstkuchen, davon, wie mein Vater Weihnachtslieder auflegte, und von dem Jahr, in dem unser Weihnachtsbaum sich neigte, als wäre er von allem müde geworden.

„Darf ich Ihnen eine persönlichere Frage stellen?“

Als sie mich fragte, ob ich jemals romantische Gefühle während der Feiertage gehabt hätte, spürte ich, wie eine alte Wunde in meiner Seele aufbrach.

„Mit ihm, er hieß Dan.“ Wir waren jung und verrückt und träumten von einer Zukunft, von der wir noch keine Ahnung hatten.

40 Jahre Suche
Ein paar Tage vergingen, dann kam Emily zurück und hielt ihr Handy mit neuen Nachrichten in der Hand. „Miss Anna, ich glaube, ich habe ihn gefunden!“

Ich konnte es nicht glauben: „Wen haben Sie gefunden?“

Sie konnte ihr aufgeregtes Lächeln nicht verbergen und zeigte mir die Nachricht auf dem Bildschirm: „Suche das Mädchen, das ich vor 40 Jahren geliebt habe.“ Mein Herz schlug schneller.

Das war viel mehr, als ich mir vorgestellt hatte.

Das Foto auf dem Bildschirm war … mein Foto, als ich 17 war, in einem blauen Mantel, mit einer auffälligen Zahnlücke.

„Soll ich ihm schreiben?“, fragte sie und hielt meinen Blick fest. Ich konnte kein Wort herausbringen.

Als Emily mir mitteilte, dass sie bereit sei, den Kontakt herzustellen, erfüllte sich mein Herz mit Hoffnung. Ich wusste, dass er mich nicht vergessen hatte und mich auch nach all den Jahren noch suchte.

Schließlich tauschten wir Nachrichten aus und verabredeten uns in einem Café. Ich wählte ein Outfit, das mich so widerspiegelte, wie ich jetzt bin.

Das Treffen, das alles veränderte
Als ich ihn sah, war er ein anderer Mensch, aber seine Augen waren dieselben geblieben, warm und aufrichtig. „Annie“, sagte er, und in diesen Augenblicken zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde mir klar, dass wir uns nicht verloren hatten.

Das Gespräch versetzte uns zurück in die Vergangenheit und weckte flüchtige Erinnerungen, Emotionen und Erlebnisse. Wir erzählten uns, wie wir unser Leben weitergelebt hatten, aber einander nie vergessen hatten.

„All die Jahre bist du für mich etwas Besonderes geblieben.“

In diesem Moment keimte in mir wieder Hoffnung auf und ich begriff, dass das Leben vielleicht noch nicht vorbei war. Tim und ich hatten damals keine Chance, aber jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Geschichte neu zu schreiben.

Fazit
Obwohl wir viele Schwierigkeiten durchgemacht haben, hat mir die Begegnung mit Dan gezeigt, dass es immer Hoffnung gibt. Ist das nicht der Sinn des Lebens – die Möglichkeit, neu anzufangen? Jetzt bin ich bereit für die Zukunft und freue mich auf das, was vor uns liegt.