Die Herzensbrecher der 60er Jahre damals und heute: Sehen Sie, wie dieser berühmte Schauspieler heute aussieht

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Die Herzensbrecher der 60er Jahre damals und heute: Sehen Sie, wie dieser berühmte Schauspieler heute aussieht

Franco Nero, geboren am 23. November 1941 als Francesco Clemente Giuseppe Sparanero, ist nach wie vor eine der bekanntesten und langlebigsten Persönlichkeiten des italienischen Kinos. Sein Aufstieg fiel mit einer entscheidenden Phase des europäischen Films zusammen, als Genrefilme – insbesondere Western, Krimis und historische Epen – zu einer wichtigen Kraft für Massenunterhaltung und kulturelle Erneuerung wurden. Mit seinen durchdringenden blauen Augen, seiner präzisen Körperbeherrschung und seiner reduzierten Intensität stach Nero in einer Zeit, in der es viele charismatische Hauptdarsteller gab, sofort hervor.

Der Durchbruch, der seine Karriere prägte, kam 1966 mit Django, einem Film, der sowohl seine Laufbahn als auch das Western-Genre selbst nachhaltig veränderte. Als Revolverheld, der einen Sarg durch eine raue, schlammige Welt schleppt, präsentierte Nero eine andere Art von Held: still, moralisch unsicher und eher von Traumata als von Prahlerei getrieben. Die eindringliche Bildsprache und emotionale Zurückhaltung der Figur gingen weit über Italien hinaus, machten Django zu einem internationalen Phänomen und inspirierten Jahrzehnte lang inoffizielle Fortsetzungen, Adaptionen und Hommagen. Nur wenige Filmfiguren haben eine so nachhaltige symbolische Kraft erreicht, obwohl sie so wenig sprechen.

Anstatt sich von diesem Erfolg einschränken zu lassen, nutzte Nero ihn als Plattform für eine außergewöhnliche Bandbreite. In mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen bewegte er sich nahtlos zwischen europäischem Kino und Hollywood. Er spielte in Politthrillern, historischen Spektakeln, Actionfilmen, romantischen Dramen und Arthouse-Werken und verlieh Rollen, die in weniger begabten Händen belanglos gewirkt hätten, häufig Gewicht und Ernsthaftigkeit. Seine Kooperationen überschritten Grenzen, Sprachen und filmische Traditionen und machten ihn zu einem wahrhaft internationalen Schauspieler, lange bevor globales Casting zur gängigen Praxis wurde.

Was Franco Nero auszeichnet, ist nicht nur seine Langlebigkeit, sondern auch die Beständigkeit seiner Arbeit. Als sich der Geschmack der Kinogänger veränderte – vom Niedergang der Spaghetti-Western bis zum Aufstieg der Blockbuster-Franchises – blieb er ein aktiver Schauspieler, der eher für seine Professionalität und Tiefe als für die Unbeständigkeit des Ruhmes geschätzt wurde. Filmemacher wandten sich an ihn, weil sie seine Autorität, Bedrohlichkeit, Verletzlichkeit oder stille moralische Ernsthaftigkeit schätzten und darauf vertrauten, dass er allein durch seine Präsenz einen Film zusammenhalten konnte.

In späteren Jahren wurde das Vermächtnis von Nero noch deutlicher. Jüngere Regisseure sehen Django nach wie vor als Vorbild für revisionistisches Storytelling, während das Publikum seine umfangreiche Filmografie als Bindeglied zwischen dem klassischen europäischen Kino und modernen Genre-Experimenten immer wieder neu entdeckt. Er bleibt nicht als kurzlebiger Star einer einzigen Ära in Erinnerung, sondern als prägende Figur, die einen Moment der Filmgeschichte mitgestaltet hat – und darüber hinaus Bestand hatte.

Franco Neros Karriere ist ein Beweis für den Wert von Zurückhaltung, Anpassungsfähigkeit und Handwerkskunst. In einer Kunstform, die oft auf ständige Neuerfindung fixiert ist, hat er etwas Selteneres erreicht: Langlebigkeit, ohne an Substanz zu verlieren. Sein Platz in der Filmgeschichte beruht nicht nur auf ikonischen Rollen, sondern auf einem Leben voller disziplinierter, beständiger Beiträge zum Kino über Kulturen und Generationen hinweg.