Ein stiller Kampf: Die Krankheit, die eine Hollywood-Ikone dahinraffte
Bill Bixby: Der Schauspieler hinter David Banner, der viel zu früh von uns ging
Der 1934 geborene talentierte Schauspieler und Fernsehregisseur blickte auf eine mehr als drei Jahrzehnte lange Karriere zurück. In den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren wurde er als David Banner bekannt – für immer verbunden mit dem berühmten Satz, dass man ihn nicht mögen würde, wenn er wütend ist. Tragischerweise endete sein Leben viel zu früh im Jahr 1993.
Mehr als 30 Jahre lang profitierte das amerikanische Fernsehen von seinem Talent sowohl vor als auch hinter der Kamera, und Kollegen bezeichneten oft seine natürliche Herzlichkeit als einen wesentlichen Teil seiner Ausstrahlung. Ray Walston hat dies einmal treffend auf den Punkt gebracht:
„Ich glaube, das war der Grund, warum die Menschen ihn mochten – sofort und von ganzem Herzen.“
Der Star war natürlich Bill Bixby.
Der große Durchbruch 1963
Bill Bixby – geboren als Wilfred Bailey Everett Bixby III am 22. Januar 1934 in San Francisco – entwickelte sich zu einem der bekanntesten Gesichter des Fernsehens und bewies später, dass er ebenso als Regisseur talentiert war.
Als Einzelkind entdeckte er schon früh seine Liebe zur Schauspielerei und trat dem Rede- und Debattierteam der Lowell High School bei. Später besuchte er das City College of San Francisco und die UC Berkeley, brach jedoch schließlich sein Studium ab, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Anfangs finanzierte er sich durch Model- und Werbearbeiten, bevor er regelmäßig Rollen im Fernsehen bekam.
Sein Durchbruch gelang ihm 1963 mit My Favorite Martian, wo er den Reporter Tim O’Hara spielte, den Partner des unberechenbaren Außerirdischen Ray Walston. Die Serie lief drei Staffeln lang und machte Bixby in den Haushalten des ganzen Landes bekannt.

Bill Bixby als Tony Blake aus der Fernsehserie The Magician / NBC / Wikipedia Commons
Von da an baute er seine Fernsehkarriere stetig aus. Er spielte die Rolle des verwitweten Vaters Tom Corbett in The Courtship of Eddie’s Father, eine Rolle, die ihm drei Emmy-Nominierungen einbrachte. Später spielte er die Hauptrolle in The Magician als Bühnenillusionist Anthony Blake – eine kurzlebige Serie, die dennoch eine treue Fangemeinde gewann.
Für viele Zuschauer blieb jedoch seine prägende Rolle die des Dr. David Bruce Banner in The Incredible Hulk (1978–1982). Später kehrte er in drei Fernsehfilmen zu dieser Figur zurück und führte bei zwei davon auch Regie: The Trial of the Incredible Hulk und The Death of the Incredible Hulk. Nebenbei spielte er in Filmen wie Lonely Are the Brave mit und hatte Gastauftritte in beliebten Serien wie Fantasy Island und Murder, She Wrote, wodurch er zeigte, dass sein Spektrum weit über eine einzige ikonische Figur hinausging.

Bixby als Tim O’Hara in My Favorite Martian, als ein Unfall Onkel Martin wieder in ein Baby verwandelt / CBS / Wikipedia commons
Sein Sohn starb im Alter von 6 Jahren
Abseits des Rampenlichts war Bixbys Leben von tiefem Kummer geprägt. Er ließ sich 1980 von seiner ersten Frau, der Schauspielerin Brenda Benet, scheiden. 1981 ereignete sich eine Tragödie, als ihr sechsjähriger Sohn Christopher plötzlich an einer seltenen Halsentzündung starb.
Ein Jahr später starb Benet durch Selbstmord – ein weiterer schwerer Schlag. Trotz seiner Trauer arbeitete Bixby weiter und verlagerte seinen Schwerpunkt in den 1980er Jahren zunehmend auf die Regie. Zu seinen Regiearbeiten zählen Serien wie Goodnight, Beantown und Sledge Hammer!, später wurde er Stammregisseur bei Blossom.
In den 1970er Jahren wurde er oft als einer der begehrtesten Junggesellen Hollywoods beschrieben. Dennoch blieb er gegenüber Ruhm und gesellschaftlichen Anlässen zurückhaltend und sagte einmal:
„Ich bin ein sehr zurückhaltender Mensch. Ich gehe selten zu Cocktailpartys, weil ich das leere Geschwätz von Betrunkenen nicht ertragen kann. Meine Wochenenden verbringe ich in Malibu. Ich nehme eine Dame mit an den Strand und genieße die Schönheit des Strandes und der Dame.“
Schließlich heiratete er 1990 erneut, diesmal Laura Michaels. Sie ließen sich 1991 scheiden, im selben Jahr, in dem bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Bixby sprach offen über seine Krankheit, in der Hoffnung, andere zu ermutigen, sich in Behandlung zu begeben, und teilte einen stillen persönlichen Wunsch mit:
„Ich betete darum, dass ich im Schlaf sterben würde.“
Nur wenige Monate vor seinem Tod heiratete er am 3. Oktober 1993 Judith Kliban. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide. Am 15. November, während er bei den Dreharbeiten zu Blossom Regie führte, war er so schwach, dass er von einem Sofa aus arbeitete. Kliban pflegte ihn in ihrem Haus in der Nähe von Century City, bis er ins Koma fiel und am 21. November 1993 im Alter von 59 Jahren starb. Später erinnerte sie sich:
„Ich betete um etwas mehr Zeit, aber was wir bekamen, war wirklich intensiv und ganz fantastisch.“

Eines der letzten öffentlichen Fotos von Bill Bixby aus dem Jahr 1991 im Beverly Wilshire Hotel in Beverly Hills, Kalifornien. (Foto von Ron Galella, Ltd./Ron Galella Collection via Getty Images)
Vermächtnis
Bill Bixbys Vermächtnis ist tief in der Fernsehgeschichte verwoben: seine Chemie mit Walston in My Favorite Martian, seine Herzlichkeit in The Courtship of Eddie’s Father und seine bodenständige Menschlichkeit als David Banner in The Incredible Hulk. Auch als Regisseur hinterließ er bleibende Spuren und bewies, dass sein Talent weit über die Schauspielerei hinausging.
Außerhalb der Arbeit genoss er chinesisches Kochen, Bridge, Musik und Gartenarbeit – einfache Freuden, die ein Leben ausglichen, das sowohl von öffentlichem Erfolg als auch von persönlichen Verlusten geprägt war.
Auch heute noch sehen sich Fans seine Darbietungen über Streaming- und digitale Plattformen immer wieder an und halten so die Erinnerung an diese klassische TV-Persönlichkeit lebendig.