SIE WURDE GEZWUNGEN, EINEN „SCHWEINE-MILLIARDÄR“ ZU HEIRATEN, UM DIE MILLIONENSCHULDEN IHRER FAMILIE ZU BEZAHLEN – DOCH IN DER NACHT IHRES HOCHZEITSTAGES SCHRIE SIE AUF, ALS ER SEINE „HAUT“ ABLEGTE UND PLÖTZLICH DER MANN VOR IHR STAND, VON DEM ANDERE FRAUEN NUR TRÄUMTEN

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Lena Wagner war jung, voller Hoffnung und mit unzähligen Träumen im Herzen. Doch die Armut umklammerte ihr Leben so fest, dass ihr jede Zukunft wie hinter verschlossenen Gittern erschien.

Ihr Vater Dieter hatte sich jahrelang dem Glücksspiel hingegeben. Was zunächst mit kleinen Einsätzen begonnen hatte, war längst zu einer Katastrophe geworden. Am Ende lasteten Schulden von fünfzig Millionen Euro auf ihm.

Und ausgerechnet wem schuldete er dieses Vermögen?

Keinem gewöhnlichen Gläubiger, sondern Maximilian „Max“ Hartmann, einem der reichsten Männer Deutschlands.

Herr Hartmann war im ganzen Land bekannt. Allerdings sprach man nicht nur über seinen sagenhaften Reichtum.

Mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit erregte sein ungewöhnliches Äußeres.

Er wog beinahe hundertvierzig Kilogramm.

Sein Körper wirkte gewaltig und unförmig, sein Gesicht war von Narben gezeichnet, und beinahe ständig stand Schweiß auf seiner Haut. Er bewegte sich ausschließlich in einem elektrischen Rollstuhl. Hinter vorgehaltener Hand erzählte man sich, sein Gewicht sei inzwischen so groß geworden, dass er gar nicht mehr laufen könne.

Wenn er nicht dabei war, gaben die Leute ihm einen grausamen Namen.

Sie nannten ihn den „Schweine-Milliardär“.

An einem Abend hielten mehrere dunkle Wagen vor dem bescheidenen Haus der Familie Wagner.

Männer von Hartmann stiegen aus und verlangten, mit Dieter zu sprechen.

— Sie begleichen Ihre Schulden. Andernfalls endet die Sache vor Gericht, und Sie können im Gefängnis landen, — erklärte einer von ihnen kalt.

Dieter wurde kreidebleich.

— Ich habe dieses Geld nicht! Woher soll ich fünfzig Millionen nehmen?

Dann geschah etwas, womit Lena niemals gerechnet hätte.

Ihr Vater blickte die Männer an und platzte verzweifelt heraus:

— Dann nehmen Sie meine Tochter! Lena! Sie ist jung, hübsch und fleißig. Herr Hartmann kann sie heiraten. Wenn er den Schuldschein zerreißt, bekommt er sie dafür!

Lena glaubte für einen Moment, sich verhört zu haben.

— Papa?!

Ihre Stimme brach.

— Willst du mich gerade verkaufen?

Dieter wich ihrem Blick aus.

Doch die Lage war längst außer Kontrolle geraten.

Lena wusste, dass ihr Vater alles verlieren würde. Und obwohl sich in ihr alles gegen diese Entscheidung sträubte, sah sie schließlich keinen anderen Ausweg.

Um ihn zu retten, stimmte sie der Ehe mit dem Mann zu, vor dem halb Deutschland zurückschreckte.

Am Hochzeitstag war das Flüstern der Gäste lauter als die Musik.

Lena stand in einem hellen, prachtvollen Brautkleid vor dem Altar. Sie wirkte ruhig und beinahe strahlend, obwohl ihre Hände vor Anspannung kalt waren.

Neben ihr saß Maximilian Hartmann.

Er rang sichtbar nach Luft. Auf seiner Stirn glänzte Schweiß, und auf seinem Smoking war ein Fleck von dunkler Bratensoße zu sehen.

— Das arme Mädchen, — flüsterte eine Frau.

— Sie hat ihn doch nur wegen des Geldes geheiratet.

— Stell dir vor, sie muss heute Nacht neben ihm schlafen.

Lena hörte jedes einzelne Wort.

Doch sie ließ sich nichts anmerken.

Stattdessen hob sie das Kinn, zog ein feines Taschentuch hervor und tupfte Maximilian vorsichtig den Schweiß von der Stirn.

— Geht es Ihnen gut, Herr Hartmann? — fragte sie leise.

Dann beugte sie sich ein wenig zu ihm.

— Soll ich Ihnen ein Glas Wasser bringen?

Maximilian erstarrte.

Er hatte mit Ekel gerechnet.

Mit Abscheu.

Vielleicht sogar mit schlecht verborgenem Widerwillen.

Doch in Lenas Augen entdeckte er etwas, das er dort nicht erwartet hatte.

Mitgefühl.

Und echte Fürsorge.

— Wasser, — sagte er nach kurzem Schweigen.

Während der gesamten Feier blieb Lena bei ihm.

Auch als der Fotograf die Hochzeitsgesellschaft aufstellte, trat sie nicht einen Schritt von ihrem Mann zurück.

Sie nahm sogar seine große, raue Hand in ihre. Dabei bemerkte sie, wie leicht seine Finger zitterten.

Nach der Hochzeit fuhren die beiden in Hartmanns gewaltige Villa.

Kaum waren sie im Schlafzimmer angekommen, wandte Maximilian sich an Lena.

— Du schläfst auf dem Sofa.

Sie sah ihn überrascht an.

— Ich bin zu groß. Neben mir hättest du ohnehin keinen Platz.

Er machte eine kurze Pause.

— Und noch etwas. Bevor du schlafen gehst, wäschst du mir die Füße. Danach bringst du mir etwas zu essen.

Lena wusste nicht, dass Maximilian sie prüfte.

Ganz bewusst spielte er einen Mann, der faul, ungepflegt, herrisch und unerträglich war.

Er ließ Essen stehen.

Er verlangte ständig Hilfe.

Er wurde wegen Kleinigkeiten laut.

— Das schmeckt furchtbar! — brüllte er eines Abends und schleuderte einen Teller beiseite.

Ein anderes Mal fuhr er sie an:

— Warum dauert das so lange? Komm her und trockne meinen Rücken ab!

Drei Monate lang kümmerte Lena sich um ihn, als wäre sie gleichzeitig seine Ehefrau und seine Pflegerin.

Und kein einziges Mal beschwerte sie sich.

Wenn er sie anschrie, antwortete sie meist nur:

— Entschuldigen Sie, Herr Hartmann. Morgen mache ich es besser.

Ihre Stimme blieb ruhig.

Jede Nacht, wenn Maximilian scheinbar schlief, setzte Lena sich an das Fußende seines Bettes.