Erkennst du sie? Dieses Foto ist nicht wiederzuerkennen und gehört einem zukünftigen Hollywood-Star!
In der Luft liegt der Geruch von billigem Haarspray und sonnengewärmtem Asphalt – ein klebriger kalifornischer Duft, der an der Haut haftet. Es ist so heiß, dass der Horizont in einer Hitzewelle flimmert und die Maschendrahtzäune in Long Beach Poly wie ein Käfig aussehen, wenn man sie lange genug betrachtet. Unter dieser unerbittlichen Glut zerrt ein Teenager-Mädchen an ihrem Polyester-Uniformrock, ihre Bewegungen sind scharf, dynamisch und viel zu groß für die Geometrie des Footballfeldes.

Wir sprechen von „Erfolg haben”, als wäre es ein plötzlicher Bruch in der Zeit, aber die Wahrheit schreibt sich oft in den stillen, unruhigen Randbereichen des Lebens ein, bevor die Welt beginnt, uns Aufmerksamkeit zu schenken.

In den körnigen Relikten des Jahres 1989 erscheint Cameron Diaz wie eine Studie über ungezähmtes Licht. Sie führt Routinen aus, ja – sie trifft die markierten Stellen, setzt ein Lächeln auf –, aber in ihren blauen Augen liegt ein besonderer, bewusster Blick, der ein Geheimnis zu verbergen scheint. Es ist ein „vorheriges” Summen. Während die Menge auf den Ball schaut, beobachtet sie die Ausgangszeichen. Sie ist nicht nur eine Cheerleaderin, sie ist eine Person, die darauf wartet, dass sich der Rest der Welt auf ihre Frequenz einstellt.

Der Kontrast ist auffällig. In einem Moment lehnt sie an einem Schrank, die Luft ist schwer vom Geruch nach Bohnerwachs und jugendlicher Unsicherheit; im nächsten Moment, in einer mentalen Beschleunigung, die wir alle kennen, badet sie im blendenden, chirurgischen Weiß von tausend Blitzlichtern. Der Staub am Straßenrand wird durch den Samt eines roten Teppichs ersetzt, die Schulaula verwandelt sich in die globale Kulisse des Films „Die Maske”.

Wir alle tragen eine Version dieses Mädchens in ihrer Polyesteruniform in uns. Wir alle haben eine „Version 1989” von uns selbst – eingefroren in einem anonymen Moment, am Rande eines Feldes stehend, das wir bald hinter uns lassen werden. Die Frage ist nicht, ob der Meteor in die Luft steigen wird, sondern ob wir den Mut haben, dem Lächeln auf unserem eigenen Gesicht zu vertrauen, bevor es jemand anderes für echt hält.