Hannah Marie Falk verschwand spurlos am Ostseestrand – war die junge Schauspielhoffnung der Star eines perfekten Urlaubs oder das Opfer eines perfekten Verbrechens?

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Ihre Laufbahn hatte gerade erst begonnen. Mit ihrer auffallenden Schönheit und einem koketten Auftritt im Bikini an der Seite von Tobias Brandt in dem Film „Das Narbengesicht“ hatte Hannah Marie Falk ein Millionenpublikum fasziniert.

Doch dann war sie plötzlich fort. An einem Strand verschwand die junge Frau, ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Zurück blieben zahllose Fragen und ein Rätsel, das seit 42 langen Jahren ungelöst ist.

War Hannah Marie Falk selbst die Regisseurin und Hauptdarstellerin eines vollkommen inszenierten Verschwindens – oder wurde sie zum Opfer eines nahezu perfekten Verbrechens?

Ihre Geschichte verbindet große Träume von einer Karriere im Filmgeschäft, außergewöhnliche Schönheit und ein schockierendes Geheimnis, das die Menschen seit mehr als vier Jahrzehnten nicht loslässt.

Hannah wurde 1965 in Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein geboren. Schon früh schien es, als sei für sie ein außergewöhnliches Leben bestimmt. Mit ihrem blonden Haar, den haselnussbraunen Augen und ihrem natürlichen Charme zog sie alle Blicke auf sich, sobald sie einen Raum betrat.

Bereits im Alter von vier Jahren nahm Hannah an Schönheitswettbewerben teil. Sie war jedoch nicht einfach nur eine von vielen Teilnehmerinnen – sie gewann beinahe alles. Bis zu ihrer Jugend hatte sie bei mehr als 300 Wettbewerben mitgemacht und in 280 davon den ersten Platz belegt. Doch selbst das war nur der Anfang. 1978 erschien sie auf dem Titelblatt der Zeitschrift „Brigitte“ und festigte damit ihren Ruf als aufstrebendes Nachwuchsmodel.

„Ich habe es schon immer geliebt, mich vor anderen zu zeigen. Als kleines Mädchen mochte ich diese Wettbewerbe, weil ich mich gern herausputzte. Besonders begeistert war ich von altmodischen Kleidern und diesen großen Hüten mit Federn. Ich fühlte mich dann wie eine vornehme Dame aus einer anderen Zeit, mit einem weiten, prächtigen Kleid“, erklärte Hannah.

Hinter ihren frühen Erfolgen stand ihre Mutter Karin Falk, die die ehrgeizigen Ziele ihrer Tochter mit unerschütterlicher Hingabe unterstützte.

„Ich war ständig damit beschäftigt, sie zu den Orten zu bringen, an denen sie sein musste, und zu den Terminen, die sie wahrzunehmen hatte. Aber ich habe es gern getan. Es bereitete mir Freude, ihre Erfolge mitzuerleben, denn sie wollte nie nur gut sein. Sie strebte immer nach dem Besten und nach dem höchsten erreichbaren Ziel“, erinnerte sich Karin.

Ihre erste Filmrolle bekam Hannah 1980 als feierndes Mädchen in „Kleine Lieblinge“. Die regionalen Medien erklärten die blonde Schönheit schon bald zu ihrem eigenen zukünftigen Filmstar. Hannah genoss jeden Augenblick der Aufmerksamkeit, die ihr zuteilwurde.

„Diese Aufmerksamkeit überrascht mich nicht. Ich habe hart dafür gearbeitet, und jetzt bin ich unglaublich aufgeregt und glücklich. Von einem solchen Leben habe ich immer geträumt. Trotzdem möchte ich niemals lange vom Strand fortbleiben. Es wird wahrscheinlich noch etwas dauern, aber eines Tages will ich den Deutschen Filmpreis gewinnen und Menschen wie Joachim Fuchsberger oder Horst Buchholz kennenlernen. Die Schauspielerei liegt mir im Blut. Ich mochte es schon immer, wenn die Leute mich ansahen und fotografierten. Eine wirklich gute Schauspielerin kann jede Rolle übernehmen“, sagte sie in einem Gespräch mit den „Lübecker Nachrichten“.

Der große Durchbruch folgte schließlich 1983. Hannah erhielt eine Rolle in „Das Narbengesicht“, einem Film, der später zu einem Kultwerk der Kinogeschichte werden sollte.