SIE WURDE GEZWUNGEN, DEN „SCHWEINE-MILLIARDÄR“ ZU HEIRATEN, UM DIE SCHULDEN IHRER FAMILIE ZU BEZAHLEN – DOCH IN DER NACHT IHRES JAHRESTAGS SCHRIE SIE AUF, ALS ER SEINE „HAUT“ ABLEGTE UND VOR IHR DER MANN STAND, VON DEM ALLE FRAUEN TRÄUMTEN
— Und wenn das eine Krankheit sein soll, dann hoffe ich, dass sie ansteckend ist.
Die Klage wurde abgewiesen.
Doch der Sieg brachte Marie und Alexander keine wirkliche Freude.
Erst nachdem sie nach Hause zurückgekehrt waren, begann die Anspannung langsam von ihnen abzufallen.
EPILOG: DER SPIEGEL DER SEELE
Ein Jahr nach jenem Jahrestag verzichteten Marie und Alexander auf jede prunkvolle Feier.
Sie saßen in einem kleinen Garten, den sie gemeinsam mit ihren eigenen Händen angelegt hatten.
Es gab dort keine Diener.
Keine Masken.
Keine Schulden.
Alexander hatte seinen Posten als Vorstandsvorsitzender aufgegeben und die Leitung seines Unternehmens einem verlässlichen Gremium übertragen.
Stattdessen widmete er sich einer Stiftung.
Sie finanzierte rekonstruktive Operationen für Menschen mit schweren Verbrennungen und Narben — für jene, die von der Gesellschaft oft übersehen wurden, genauso wie die Menschen einst nur die äußere Erscheinung jenes Mannes gesehen hatten, den sie „Alex“ nannten.
Marie war längst kein „Dienstmädchen“ mehr.
Sie war seine gleichberechtigte Partnerin.
An einem ruhigen Abend saßen sie nebeneinander und sahen zu, wie die Sonne langsam hinter den Bäumen verschwand.
Alexander legte den Kopf auf ihre Schulter.
— Vermisst du ihn manchmal? — fragte er.
Marie sah ihn von der Seite an.
— Wen?

— Diesen riesigen Kerl, den du ständig füttern musstest.
Marie lachte.
Ihr Lachen klang leicht, warm und völlig frei.
— Manchmal schon. Er konnte erstaunlich gut umarmen.
Alexander lächelte.
Zum ersten Mal war es weder das Lächeln eines außergewöhnlich schönen Mannes noch das Lächeln eines vermeintlichen Monsters.
Es war einfach das ehrliche Lächeln eines gewöhnlichen Menschen.
— Weißt du, was ich verstanden habe, Marie? — fragte er leise.

— Was?
Er nahm ihre Hand.
— Die ganze Welt träumt von dem Mann, der ich heute bin. Aber ich habe mein ganzes Leben nur von einer Frau geträumt, die den Mann lieben könnte, der ich damals für alle anderen war.
Am Ende hatte der „Schweine-Milliardär“ nicht einfach nur eine Ehefrau gefunden.
Er hatte einen Spiegel gefunden, der ihm zeigte, dass er Liebe verdiente — auch ohne ein schönes Gesicht und ohne irgendeine künstliche Haut.
Und Marie begriff, dass der wahre Reichtum niemals in den fünfzig Millionen Euro gelegen hatte, mit denen die Schulden ihres Vaters beglichen worden waren.
Der eigentliche Schatz war das Herz, das sie unter einem gewaltigen Berg aus Lügen gefunden hatte.