Meine Schwiegermutter gab mir unerwartet zwei Millionen und riet mir, eine Auslandsreise zu machen, um mich zu entspannen… Aber am Tag des Abflugs kehrte ich heimlich nach Hause zurück und entdeckte die schreckliche Wahrheit.
Ich war fünf Jahre lang mit Hitesh verheiratet. Das Leben in unserer Familie war nicht immer einfach, aber ich habe mich immer glücklich geschätzt, eine so fürsorgliche Schwiegermutter zu haben. Sie war sehr zuvorkommend, mischte sich selten in unsere Angelegenheiten ein und gab oft kluge Ratschläge.
Vor kurzem war ich von der Arbeit erschöpft und fühlte mich deprimiert, da mein Mann von morgens bis abends beschäftigt war und fast keine Zeit für mich hatte. Als meine Schwiegermutter, Mrs. Sarla, eines Abends meine Müdigkeit bemerkte, bat sie mich ins Wohnzimmer und legte einen dicken Umschlag vor mich hin.

„Hier“, sagte sie, „hier sind zwei Millionen Rupien. Ruh dich aus und fahr nach Europa. Geh für ein paar Wochen weg, komm dann zurück und denk über dein Leben nach.“
Ich war völlig verwirrt. Meine Schwiegermutter hatte mir noch nie so viel Geld geschenkt und mir noch nie eine Reise angeboten. In diesem Moment war ich gerührt – ich dachte, dass sie sich wirklich um mich sorgte. Aber bald überkamen mich Zweifel: Warum schlug sie mir gerade jetzt vor, wegzufahren?
Dennoch beschloss ich, ihrem Rat zu folgen und packte meine Sachen. Ich kaufte ein Ticket mit Abflug vom dritten Terminal des IGI-Flughafens. Hitesh hatte nichts dagegen – er sagte nur: „Erhol dich, Mama wird sich um alles kümmern.“ Diese Worte beunruhigten mich noch mehr.
Am Tag meiner Abreise begleitete mich meine Schwiegermutter bis zum Ausgang und gab mir verschiedene Ratschläge. Ich umarmte sie zum Abschied mit einem seltsamen Lächeln. Sobald sie sich umgedreht hatte, fasste ich einen Entschluss: Ich würde so tun, als würde ich weggehen, aber heimlich zurückkommen, um zu verstehen, was in meinem Haus vor sich ging, während ich weg war.

Ich nahm ein Taxi bis zur DLF Phase 3, stieg ein paar hundert Meter vor meinem Haus aus und ging zu Fuß weiter. Als ich das Ende der Gasse erreichte, schlug mein Herz schneller. Die Tür stand offen und aus dem Haus drang Gelächter. Ich drückte mich an die Wand und spähte hinein.
Was ich sah, verschlug mir die Sprache: Im Wohnzimmer saß Hitesh neben einer jungen Frau mit zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren und in bunten Kleidern – sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und lachte, während sie redete, als wäre sie zu Hause. Und was mich am meisten schockierte, war, dass Mrs. Sarla auch dort war. Sie hatte nichts dagegen – im Gegenteil, sie servierte das Essen, strahlte vor Freude und sagte lächelnd:
„Die Schwiegertochter ist weg. Jetzt kannst du dich entspannen. Ich hoffe nur, dass sich jemand um Hitisha kümmert. Ria ist ein gutes Mädchen. Ich liebe sie sehr.
Meine Ohren waren wie verstopft. Jetzt war mir alles klar: Diese „Reise“, die sie organisiert hatte, war nur ein Trick gewesen, um mich aus dem Haus zu vertreiben und Platz für eine andere zu schaffen. Diese zwei Millionen Rupien waren nur ein Mittel, um mich zum Schweigen zu bringen – ein Trostgeschenk, damit ich ohne Skandal ging.

In dieser Nacht kehrte ich nicht nach Hause zurück. Ich buchte ein kleines Hotelzimmer in Karol Bagh (Neu-Delhi) und verbrachte die ganze Nacht damit, mich im Bett hin und her zu wälzen. Es tat weh, aber ich ließ mich von der Situation nicht unterkriegen. Ich wusste, dass ich die Einzige sein würde, die darunter leiden würde, wenn ich schweigen würde.
Am nächsten Morgen kontaktierte ich einen Anwalt in Saket, informierte mich über das Verfahren zur Aufteilung des Vermögens und leitete die notwendigen Schritte ein. Außerdem bat ich einen vertrauenswürdigen Bekannten, eindeutige Beweise zu sammeln. Ich wollte, dass alles so transparent wie möglich ablief.
Unerwartete Rückkehr
Zwei Wochen später, als sie noch dachten, ich würde Europa genießen, betrat ich mit meinem Anwalt und einer Mappe voller Dokumente das Wohnzimmer. Alle drei wurden blass. Hitesh stotterte, Mrs. Sarla wirkte verwirrt und Ria wich sofort meinem Blick aus.
Ich sah ihnen ruhig, aber unerbittlich direkt in die Augen:
„Danke für die zwei Millionen Rupien. Ich werde sie nutzen, um ein neues Leben zu beginnen – ein freieres und leichteres. Von diesem Moment an habe ich nichts mehr mit dieser Familie zu tun.“

Mit diesen Worten legte ich die Scheidungspapiere auf den Tisch, drehte mich um und ging, ohne mich umzusehen. Diesmal verließ ich das Haus nicht als verlassene Frau, sondern als starke Frau, die bereit war, ihr eigenes Glück zu wählen.
Kerngedanke: Manchmal muss man einen mutigen Schritt wagen und alles Überflüssige hinter sich lassen, um Freiheit zu erlangen.