Nachdem ich ins Pflegeheim gezogen war, hinterließ ich meinem Enkel nur ein paar Euro
Ich bin 74 Jahre alt, und mein Leben nahm eine Wendung, mit der ich niemals gerechnet hätte: Eines Tages würde ich die Geschichte meines eigenen Enkels erzählen müssen – eine Geschichte voller Bitterkeit, Schmerz und einer bitteren Lektion. Mein Name ist Helga. Seit mehr als zwanzig Jahren bin ich Witwe, und den Sohn meiner Tochter, Lukas, habe ich fast vollständig allein großgezogen. Sabine starb bei seiner Geburt, und der Vater des Jungen, Ralf, verschwand schon kurze Zeit später. Von da an war ich mit dem Baby auf mich allein gestellt. Nachts arbeitete ich in einer Wäscherei, an den Wochenenden putzte ich Büros – alles nur, damit mein Enkel stets eine warme Mahlzeit bekam, saubere Kleidung tragen konnte und abends in einem warmen Bett schlief.