„Jetzt bist du ganz allein bei mir, mein Junge“ – doch als seine Großmutter plötzlich schwanger wurde, offenbarte ihr Enkel ein erschütterndes Geheimnis, das ihre ganze Familie für immer veränderte

Выкл. Автор ChatGpt
„Jetzt bist du ganz allein bei mir, mein Junge“ – doch als seine Großmutter plötzlich schwanger wurde, offenbarte ihr Enkel ein erschütterndes Geheimnis, das ihre ganze Familie für immer veränderte

Die Wohnung.

Das Erbe.

Ihre Beziehung zu Klaus.

Und seine eigenen Pläne.

Jana sprach als Erste aus, was auch ihm Angst machte.

„Und was wird dann aus uns?“

Lukas fuhr zu ihr herum.

„Was soll aus uns werden?“

„Du hast gesagt, die Wohnung würde irgendwann dir gehören.“

„Jana, jetzt ist wirklich nicht der richtige Moment!“

„Wann wäre denn der richtige Moment?“

„Sei still!“

Noch nie hatte er sie so scharf angefahren.

Genau da betrachtete Helga ihren Enkel aufmerksam.

Irgendetwas an seiner Reaktion kam ihr merkwürdig vor.

Er wirkte nicht überrascht.

Auch nicht glücklich.

Er hatte Angst.

Plötzlich erinnerte sie sich an die vergangenen Monate.

An die gemeinsamen Teestunden.

Daran, dass Lukas ungewöhnlich oft darauf bestanden hatte, den Tee selbst aufzubrühen.

Manchmal hatten neben ihrer Tasse kleine Tütchen oder Schachteln gelegen.

Sie hatte nie danach gefragt. Sie war davon ausgegangen, dass es Vitamine seien.

Dann fiel ihr noch etwas ein.

Nach manchen dieser Abende war sie ungewöhnlich schläfrig gewesen.

Am nächsten Morgen dagegen hatte sie sich seltsam energiegeladen gefühlt.

Vielleicht war es Zufall.

Vielleicht auch nicht.

Helga zog die Stirn kraus.

„Lukas.“

„Was?“

„Was hast du mir gegeben?“

Er blinzelte.

„Wie meinst du das?“

„In den Tee.“

Sein Gesicht veränderte sich augenblicklich.

„Nichts.“

„Lüg mich nicht an.“

„Oma, was soll das?“

„Ich habe mehrmals gesehen, wie du etwas in meine Tasse geschüttet hast.“

Jana sah ihren Verlobten scharf an.

„Wovon redet sie?“

„Ich habe gar nichts gemacht!“

„Lukas“, sagte Helga mit eisiger Stimme, „du sagst mir jetzt die Wahrheit.“

Er wandte den Blick ab.

Das genügte.

Klaus erhob sich.

„Junge, hast du deiner eigenen Großmutter etwas in den Tee gemischt?“

„Es war nichts Schlimmes!“

„Was genau war es?“

„Ich weiß es nicht!“

„Wie bitte? Du weißt es nicht?“

Lukas ballte die Hände zu Fäusten.

„Ich habe es im Internet bestellt.“

In der Küche wurde es totenstill.

„Was hast du bestellt?“, fragte Helga langsam.

„Irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel. Dort stand, sie würden Kraft, Schlaf und den Stoffwechsel verbessern.“

„Und du hast mir das heimlich gegeben?“

„Ich wollte doch nur, dass es dir besser geht!“

Helga sah ihn an, als würde sie ihn zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich betrachten.

„Wenn du mir helfen wolltest, warum hast du nichts gesagt?“

Lukas schwieg.

„Warum?“

„Weil du es abgelehnt hättest!“

„Und deshalb dachtest du, du dürftest mir ohne mein Wissen irgendwelche unbekannten Mittel verabreichen?“

„Ich habe nicht geglaubt, dass es gefährlich ist.“

„Hast du überhaupt einmal nachgedacht?“

Jana wich von Lukas zurück.

„Du hast mir davon kein Wort erzählt.“

„Weil es dich nichts anging!“

„Bist du völlig verrückt geworden?“

Klaus rang mühsam um seine Beherrschung.

„Hol sofort die Verpackung.“

„Wozu?“

„Damit wir sie dem Arzt zeigen können. Sofort.“

Lukas sah seine Großmutter erschrocken an.

Und plötzlich verstand Helga alles.

Oder zumindest das Wesentliche.

„Du wolltest, dass ich mich weniger in euer Leben einmische.“

Er schwieg.

„Stimmt das?“

„Oma …“

„Du hast gehofft, dass ich ruhiger werde. Dass ich nicht mehr so oft zu euch komme. Vielleicht sogar, dass ich ganz zu Klaus ziehe.“

„Ich wollte dir doch nichts antun.“

„Du wolltest, dass ich dir nicht mehr im Weg stehe.“

„Das ist nicht dasselbe!“

„Für mich schon.“

Helga drehte sich weg.

Früher hatte sie geglaubt, das Schlimmste in ihrem Leben sei der Tod ihrer Tochter gewesen.

Doch nun spürte sie einen anderen, kaum auszuhaltenden Schmerz.

Das Kind, das sie anstelle ihrer verstorbenen Tochter großgezogen hatte, für das sie ihre besten Jahre geopfert und das sie gegen die ganze Welt verteidigt hatte, hatte heimlich in ihre Gesundheit eingegriffen – nur weil sie seinen Plänen im Weg stand.

„Ich hätte an dem sterben können, was du mir gegeben hast“, sagte sie leise.

Lukas wurde noch blasser.

„Aber du bist doch nicht gestorben.“

Helga fuhr herum.

„Und das ist deine Entschuldigung?“

„Ich wollte es doch nur gut machen!“

„Für wen?“

Er wusste keine Antwort.

Klaus sagte kalt:

„Für sich selbst wollte er es besser haben.“

Lukas wurde wütend.

„Halten Sie sich da raus!“

„Ich werde mich einmischen, wenn es um die Gesundheit der Frau geht, mit der ich zusammenlebe.“

„Das alles ist nur wegen Ihnen passiert!“

„Nein, Lukas“, unterbrach Helga ihn und hob die Hand. „Es reicht.“

Sie sah ihren Enkel lange und erstaunlich ruhig an.

„Morgen packst du deine Sachen.“

„Was?“

„Du ziehst aus.“

Jana sprang auf.

„Wohin sollen wir denn gehen?“

„Das ist nicht mehr mein Problem.“

„Aber die Wohnung …“

„Gehört mir.“

„Lukas ist hier aufgewachsen!“

„Und genau deshalb habe ich ihm all die Jahre erlaubt, sie für seine eigene zu halten.“

Der junge Mann starrte sie fassungslos an.

„Oma, meinst du das ernst?“

„Zum ersten Mal seit langer Zeit völlig ernst.“

„Wegen ein paar Tabletten?“

„Nicht wegen der Tabletten.“

Helga schüttelte langsam den Kopf.

„Wegen des Verrats.“

Jana geriet in Hysterie.

„Ich gehe nicht wieder in diese schreckliche Wohngemeinschaft zurück! Lukas, sag ihr etwas!“