Was ich für eine Schlange hielt, entpuppte sich als eine erschreckende Kolonne von 150 Raupen.
Als ich in meinem Garten war, stieß ich auf etwas zutiefst Beunruhigendes. Zunächst sah es aus wie ein langes, verdrehtes Seil, das quer über dem Rasen lag, als hätte es jemand absichtlich dort liegen lassen. Dann kam mir plötzlich der Gedanke: „Was, wenn das eine Schlange ist?“ Mein Puls beschleunigte sich. Ich holte sofort mein Handy heraus, machte ein Foto und näherte mich vorsichtig. Jeder Schritt fiel mir schwer, weil ich Angst hatte, mich etwas Gefährlichem zu nähern.

Als ich endlich nah genug war, um klar sehen zu können, war ich verblüfft. Es war kein Seil und auch keine Schlange. Was vor mir lag, war eine langsam kriechende Reihe von Raupen – etwa 150, wie ich später zählte. Sie bewegten sich in einer dicht gedrängten Formation und bildeten eine gerade, durchgehende Kolonne, als würden sie einem unsichtbaren Anführer folgen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas erleben würde, schon gar nicht in meinem eigenen Garten.

Ich fragte mich ununterbrochen, wohin sie unterwegs waren und warum es so viele waren. Diese Fragen gingen mir nicht aus dem Kopf. Einige glauben, dass das Reisen in Gruppen den Raupen hilft, Raubtiere abzuwehren. Andere vermuten, dass es ihnen die Nahrungssuche erleichtert. Es gibt auch die Theorie, dass diese Formation Energie spart, da die Raupen vorne den Weg freimachen, sodass die hinteren weniger Kraft aufwenden müssen. Haben Sie eine Idee, woher sie gekommen sein könnten – oder wohin sie unterwegs waren?
