Wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens wurde sie als Kind verspottet – doch was geschah später mit ihr?

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Wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens wurde sie als Kind verspottet – doch was geschah später mit ihr?

Jede Familie besitzt ihre eigenen Gewohnheiten und vertrauten Merkmale. Wenn jedoch ein Kind zur Welt kommt, das seinen Eltern äußerlich kaum ähnelt, beginnen manche Menschen schnell zu urteilen. Aus neugierigen Blicken werden Gerüchte, und besonders die Mutter gerät unter Verdacht. Plötzlich heißt es, sie sei ihrem Mann untreu gewesen und das Kind könne unmöglich von ihm stammen.

Genau mit solchen Anschuldigungen musste die junge Mara Hoffmann aufwachsen.

Mara wurde in eine deutsche Familie hineingeboren. Als Stefan und Claudia ihre Tochter zum ersten Mal sahen, waren beide vollkommen verblüfft. Das Mädchen hatte ein Erscheinungsbild, mit dem niemand gerechnet hatte: leuchtend kupferrotes Haar, auffallend helle Haut und blaugrüne Augen. Neben ihren Eltern wirkte sie so anders, dass viele Menschen sofort glaubten, dafür müsse es eine geheime Erklärung geben.

Stefan und Claudia hofften zunächst, Maras äußere Merkmale würden sich mit den Jahren verändern. Doch je älter ihre Tochter wurde, desto deutlicher blieben sie erhalten. Als während ihrer Jugend plötzlich kleine Flecken in ihrem Gesicht auftauchten, brachten die besorgten Eltern sie sofort zu einem Arzt. Sie fürchteten eine ernsthafte Erkrankung. Doch die vermeintlich bedrohlichen Hautveränderungen waren lediglich gewöhnliche Sommersprossen. Für die Hoffmanns war dieser Anblick ungewohnt, weshalb sie zunächst erschrocken reagiert hatten.

Schon als kleines Mädchen lernte Mara, wie schmerzhaft Vorurteile sein können. Andere betrachteten sie misstrauisch, obwohl sie nichts getan hatte. Besonders verletzend war, dass einige Nachbarn selbst in ihrer Gegenwart schlecht über ihre Mutter sprachen. Sie nahmen keine Rücksicht darauf, dass das Kind jedes Wort hörte und darunter litt.

Auch die Kinder aus der Umgebung wollten häufig nicht mit Mara spielen. Ihre Eltern hatten ihnen eingeredet, Claudias Verhalten sei unmoralisch gewesen. Deshalb sollten sie Abstand zu ihrer Tochter halten, nicht mit ihr reden und sie nicht in ihre Spiele aufnehmen. Für Mara bedeutete das jahrelange Einsamkeit und das Gefühl, allein wegen ihres Aussehens unerwünscht zu sein.

Trotz der Gerüchte zerbrach die Familie nicht. Stefan zweifelte keinen Moment an der Treue seiner Frau. Ebenso sicher war er, dass Mara seine Tochter war. Einen Vaterschaftstest lehnte er deshalb ab. Für ihn gab es nichts zu beweisen, denn er vertraute Claudia und stellte sich schützend vor seine Familie.

Beide Eltern wussten, wie schwer das Leben für Mara geworden war, und versuchten stets, ihr Halt zu geben. Besonders während der Pubertät nahm sie jede abwertende Bemerkung sehr ernst. Fremde Blicke, boshafte Worte und alte Gerüchte ließen sie lange an sich selbst zweifeln.

Heute ist Mara 21 Jahre alt. Die Unsicherheit, die ihre Kindheit und Jugend überschattet hatte, liegt inzwischen hinter ihr. Sie ist stolz auf ihr außergewöhnliches Aussehen und versteht kaum noch, weshalb sie den Urteilen fremder Menschen früher so viel Bedeutung beigemessen hat.

Wirkt Mara auf Sie wie eine typische junge Deutsche oder nicht? Haben Sie schon einmal einen Menschen mit einem ähnlichen Aussehen gesehen?