Mein Mann befahl mir, mich auf dem prunkvollen Empfang eines Milliardärs im Hintergrund zu halten, weil ihm meine Anwesenheit peinlich war

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An jenem Abend brachte Markus Hoffmann seine Ehefrau Anna Keller zu dem wichtigsten gesellschaftlichen Ereignis seiner Laufbahn und machte ihr gleich nach der Ankunft unmissverständlich klar, sie solle möglichst niemandem auffallen. Anna trug ein schlichtes dunkelblaues Kleid, ohne Glanz, ohne teuren Schmuck, ohne irgendein modisches Detail — ordentlich, sauber, doch am Saum mit einem kleinen Flicken versehen, den sie erst wenige Stunden vor dem Aufbruch eigenhändig angenäht hatte. Für fremde Augen wäre es nur ein billiges Kleid gewesen. Für Anna aber bedeutete es weit mehr. In diesem Stoff lebte die Erinnerung an die Frau weiter, die sie einst gerettet, bei sich aufgenommen und ihr eine Mutter ersetzt hatte — Frau Helga Schneider.